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Interieur mit / ohne Frau in Rot
Installation 250 x 300 x 500 cm
Performance, Video, 40 min.
2022



Link zur Doku der Performance



























Video: Edward Beierle
Foto: Gerald von Foris

  Die Arbeit ist eine Neuinterpreation eines Gemäldes von Félix Vallotton aus dem Jahr 1903. Eine raumfüllenden Installation aus Leinwänden und Objekten zeigt den fast voyeuristischen Blick durch mondän eingerichtete Räume bis hin zu einem Schlafraum mit gelber Wand. Im Zentrum des Bildes steht eine Frau in rotem Kleid, die von hinten zu sehen ist und in die nächsten zwei Räume blickt.

Live vor Publikum baut Gabi Blum die Installation auf, während eine Video-kamera den finalen Bildausschnitt schon mit aufzeichnet. Die Kuratorin Benita Meißner verliest im Auftrag der Künstlerin zwei Texte zum Jahr 1903, die zum einen etwas über die Situation des Malers Vallotton erzählen und zum anderen über die Hutnadelvorfälle, die im gleichen Jahr für Furore sorgten. Vallotton hatte durch seine Heirat gesellschaftlichen Aufstieg erfahren und sich in private Räume zurückgezogen, wo er nun häufiger seine Frau Gabrielle malte, während weltweit Frauen begannen sich alleine im öffentlichen Raum zu bewegen und sich gegen Übergriffe von Männern mit ihren Hutnadeln wehrten. Vielerorts wurden daraufhin Hutnadeln verboten. Gabi Blum, namensverwandt mit der Frau des Künstlers, wurde an einem 19.03. geboren und begibt sich für dieses Tableaux vivant final als Model für 19.03 Minuten in die Installation, während das Lied, das an ihrem Geburtstag Nummer 1 der deutschen Singlecharts war, in Dauerschleife gespielt wird.